13/ Nessebar-Altstadt: Archäologisches Museum und der Sonnenstrand

Bevor man in sein Hotel am Sonnenstrand zurückkehrt, kann man sich im Archäologischen Museum darüber schlau machen, wie die alten Thraker und Griechen einst hier lebten… – und dass der Gott des Weines wohl gelitten war.

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Epigramme, Anker und Ikonen

Im „Archeologischen Museum“, das sich in einem neuen Gebäude am Anfang der Insel befindet, erzählen wertvolle Ausstellungsstücke von der glanzvollen Geschichte der Stadt. Auch Epigramme einheimischer Dichter und Lehrer, eine Menge Anker und Stöcke, Bronzehydrien, Keramik, Ikonen und Architekturelemente kann man in dem Museum entdecken.

Zu Ehren eines Thrakerfürsten

Der wirtschaftliche und kulturelle Austausch mit den thrakischen Binnenländlern wird u. a. durch eine uralte Inschrift (3. Jh. v. Chr.) auf einer Marmorplatte belegt. Es handelt sich um das Dekret zu Ehren des Thrakerdynasten Sadala sowie um die Abmachung zwischen ihm und der Stadt.

Sie vergegenwärtigt nicht nur die Lebensart in der altgriechischen Stadt, sondern verdeutlicht auch, daß die Festlandthraker entgegen mancher Annahme – eigene Schiffe besaßen, denn Sadala beteuert die Rückgabe der mesembrischen Schiffe, die durch die Stürme an das offensichtlich von ihm beherrschte Ufer geworfen wurden.

Die Rekompens der Mesembrier lautet wie folgt: „… Sadala ist Lob zu zollen… Er ist im Theater als Wohltäter der Stadt während des Dionysosfestes mit einem Kranz zu ehren…“.

Von Wein und Strategen

Dass der Gott des Weines in Mesembria wohlgelitten war, zeigt eine kleine, verspielte hellenistische Bronzeplastik aus dem 4. Jh.. Dionysos umarmt heiter seinen stumpfnasigen Kumpanen Silen.

Die Reliefs mit den sechs Strategen der Stadt aus dem 2. bis 1. Jh. vor Chr. bezeugen ebenfalls in eindrucksvoller Weise deren Historie. Das gesamte Kollegium samt Sekretär wird bei der Ausübung offizieller staatlicher Zeremonien in einem Tempel plastisch dargestellt. Jeder einzelne Stratege und dessen Name ist zu sehen bzw. zu lesen.

Touristenhochburg „Sonnenstrand“

Dünen Strandistel

Ein unendlicher Menschenstrom schwappt über den Isthmus und man glaubt, die Insel müsse unter der Last im Meer versinken. Wenn der ungleiche Wettbewerbsgegner, Bulgariens berühmtester Badeort „Sonnenstrand“, vom Festland lauthals den letzten Sommer-Discohit herübergedonnert hat und die Möwenschwärme ihre Fischorgien langsam beenden, dann hat auf der romantischen Halbinsel Nessebar Morgenstund Gold im Mund.

Am südlichen Ende des Urlauberparadieses weitet sich der Strand zu wüstenhaften Dünen. Seltene Pflanzen und Gräser wie die geschützte lila Strandaster und die blütengelbe Stranddistel gedeihen im heißen Sand.

Ein Wattengang führt zur Halbinsel Nessebar. Das anmutige Fotomotiv mit der ins schäumende Meer gebetteten alten Stadt zoomt man zu Fuß heran.

Vorschau:

Im letzten Beitrag dieser Serie besuchen wir das Archäologische Museum in Nessebar und lassen die Kultur und Geschichte der Halbinsel noch einmal Revue passieren.

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