9/ Nessebar-Altstadt: Alte Metropolitenkirche – frühchristliche Zeiten

Wo sich in der Antike der Markt- und Festplatz befand, geben sich noch heute Künstler und Events ein Stelldichein.

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Lichtvolle Arkadenfenster

Alte Metropolitenkirche Nessebar

Bei einem Bummel durch die Altstadt Nessebars stößt man mitten im Gemenge auf die Überreste der Alten Metropolitenkirche (Starata Mitropolija) aus dem 5./6. Jh.. Ihren kraftvollen Ausdruck einer frühchristlichen Basilika hat sie nicht verloren.

Man kann sich gut vorstellen, wie das Licht durch die hohen Arkadenfenster und -bögen in den Innenraum der Kirche strömte. Auch der Kirchenvorraum ist noch deutlich sichtbar. Bis zum 15. Jh. war sie Hauptkirche von Nessebar.

Den antiken Charme genießen

Alte Metropolitenkirche

In der Antike befand sich hier die Agora der Stadt. Heute verkaufen Laienkünstler bunte Aquarelle, Ölbilder und Kohlezeichnungen, und in den majestätischen Gemäuern werden unter sternenübersätem Himmel zuweilen Theateraufführungen und Konzerte veranstaltet.

Möwen kreisen tief über den in opus mixtum erbauten Arkadenstockwerken, die einst die Seitenschiffe vom Hauptschiff trennten. Der Altar an der halbrunden Apsis ist fast vollständig erhalten.

In der Phantasie die Kirche auferstehen lassen

Die Emporen, die die im Zuge der Christianisierung stark angewachsene Zahl der Gottergebenen erfassen sowie Männlein von Weiblein trennen sollten, das Satteldach und die Krypten in den Seitenschiffen bleiben dem Phantasiebild des Betrachters überlassen. Spuren ornamentaler Wandmalereien wurden nur in der Apsis entdeckt.

Die „Alte Mitropolija“ weist in Grundriß und Proportionen viele Ähnlichkeiten mit der Studiosusbasilika in Konstantinopel auf. Sie unterscheidet sich jedoch durch ihre Raumeinteilung, die von den massiven Arkaden der Innenwände bestimmt wird.

Vorschau:

Im nächsten Beitrag der Nessebar-Serie wandeln wir weiter auf den Spuren der Antike und besuchen – in herrlicher Lage –  die Basilika am Meer.

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