7/ Nessebar-Altstadt: Die Pantokratorkirche – klein aber fein

Mit seinen kunstvollen Verzierungen erinnert das Kirchlein an die  Kreuzstichmuster, die man bei den Handarbeiten der alten Mütterchen in den Nessebarer Gassen bewundern kann.

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In eine byzantinische Märchenwelt versinken

Pantokratorkirche Nessebar Apsis

Mitten im Zentrum der Stadt steht die Pantokratorkirche (cârkvata „Vsedârshatel“) aus dem 14. Jahrhundert. Die Lage der Kirche und ihre pittoreske Pracht sprechen für ihre Wichtigkeit. Bei ihrem Anblick meint man in eine byzantinische Märchenwelt zu versinken.

Auch im Mittelalter verlief die Hauptstraße entlang ihrer Südfassade, denn diese ist schmuckvoller als die Nordfassade. Ihr Baugrund mißt gerade einmal 15,5 m x 6,9 m.

Kampf zwischen Gut und Böse

Der Narthex erhebt sich über einer gewölbten Krypta, der viereckige Turm ist ein Ruinenwrack. Die grazilen, gegliederten Apsiden verschmelzen zu einem schillernden Couleur.

Ihre Spitzen und der Kuppelansatz sind von Swastikas gesäumt – das alte Symbol der Sonne und des ewigen Kampfes zwischen Gut und Böse, ehe es Wahrzeichen einer schrecklichen Rassenideologie wurde.

Blindnischen, Kreuzmuster und schlanke Fenster

Pantokratorkirche in Nessebar Bulgarien

Bei der Pantokratorkirche haben alle typischen Merkmale der bulgarischen Architekturschule Perfektion erreicht. Die pseudo-strukturellen Blindnischen stehen zweireihig übereinander, der Glockenturm über den Narthex mit seinen schlanken acht Fenstern verleiht der Kirche Eleganz und Licht.

Außer den gewöhnlichen runden oder kleeblattförmigen Keramikornamenten kommt hier noch ein sechsblättriges Motiv hinzu. Die Fassade mit den wechselnden Streifen aus weißen und roten Ziegeln samt glasierter Keramik erinnert an die kunstvollen Langetten- und Kreuzstichmuster, die man bei den alten Mütterchen, die in den Nessebarer Gassen ihre folkloristischen Handarbeiten feilbieten, bewundern kann.

Vorschau:

Im nächsten Beitrag der Nessebar-Serie besichtigen wir zwei weitere Gotteshäuser: Die Kirche „Johannes des Täufers“ und die Erlöserkirche.

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