2/ Nessebar-Altstadt: Griechisch, römisch, byzantinisch, bulgarisch, osmanisch...

Als Konstantinopel die Hauptstadt des oströmischen Reiches wurde, gelangte die Insel Nessebar zu neuem Ruhm.

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Blühende Städte des Altertums

Erzengelkirche Nessebar byzantinisch

Das dorische Mesembria (Nessebar) stand in ständiger Rivalitätsfehde mit den älteren ionischen Schwarzmeerkolonien Apollonia (Sosopol) und Odessos (Varna). Der Konflikt verschärfte sich bis hin zu kriegerischen Auseinandersetzungen, besonders als Apollonia vor der Nase der Stadt den Handelsplatz Anchialo (Pomorie) gründete, dessen Salz in Thrakien begehrt war.

In der vorrömischen Epoche waren Apollonia, Mesembria und Odessos blühende Städte des Altertums. Antike Autoren wie Herodot, Strabon und Ovid erwähnten sie in ihren Schriften. Im Vergleich zu den großen griechischen Kolonien in Italien und Sizilien waren sie jedoch eher bescheiden.

Verfall unter den Römern

Im Jahre 72 v. Chr. unterwarf der Anführer der römischen Legionen in Makedonien, Marcus Licinius Lucullus, die Stadt. Die Römer scherten sich wenig um ihre entlegenen Kolonien, die deshalb zusehends verfielen.

Erst unter Byzanz gelangten sie zu neuem Ruhm. Im Jahre 330 n. Chr., als Konstantinopel die Hauptstadt des oströmischen Reiches wurde, hieß die Insel „Mesemvria“. Ihr Antlitz veränderte sich grundlegend prachtvolle byzantinische Kirchen entstanden.

Mit Kirchenbauten zu neuem Ruhm

Den Namen Nessebar (Betonung liegt auf der zweiten Silbe.) erhielt die Stadt erst im Jahre 812, als sie der bulgarische Khan Krum eroberte, dann fiel sie wieder Byzanz zu. Eine Blütezeit der Kirchenbaukunst erlebte Nessebar auch in der ersten Hälfte des 14. Jh. unter dem bulgarischen Zaren Ivan Alexander.

1453 wurde die Stadt von den Türken eingenommen und blieb jahrhundertelang unter deren Herrschaft. Im Jahre 1872 gab es hier 35 türkische und 240 griechische Häuser.

Vorschau:

Im nächsten Beitrag der Nessebar-Serie erfahren Sie etwas über die aufsässigen Staatsdiener, die der Stadt zu Glanz und Glorie verhalfen.

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